Beschluss: zurückgestellt

 

 


BS Fock erläutert den Hintergrund des Antrages und verweist deutlich auf die Schadstoffeinträge, die durch die Bodenascher entstehen und in das Grundwasser gelangen. Ebenso stellt sie das Tobacycel-Konzept vor, erfreulich sei, dass der LK Wittmund Projektpartner sei und eine Umsetzung somit für Spiekeroog einfach wäre. 

 

RM JU Bellstedt unterstützt die Idee, hinterfragt die Notwendigkeit der Vereinsmitgliedschaft und erfragt die Gesamtkosten. 

BS Fock erläutert, dass die Mitgliedschaft wichtig sei um den Entsorgungskreislauf zu schließen. Über das Projekt werden alle Zigaretten recycelt. Die Gesamt-Investitions- und Prozesskosten sind noch nicht beziffert, die NSB hätte für das kommende Jahr jedoch eine Kostenübernahme über die Nachhaltigkeitsinitiative zugesagt.

 

RM Klasing unterstreicht die Kostenfrage, es wäre nicht einzusehen, dass die Zigarettenindustrie verdient und die Kommune dann auf den Kosten sitzen bleibt. Das könne nicht der richtige Weg sein, es muss eher Druck auf die Industrie aufgebaut werden. Er ergänzt, dass die Idee von Taschen-Aschern nicht neu sei. Bereits unter Kommunaldirektor Döllinger sei dies auf Spiekeroog praktiziert worden.

BM Kösters bestätigt dies, auch heute seien noch Taschen-Ascher in der Tourismus Information zu erwerben.

 

BM Kösters erläutert kurz die Hintergründe der damaligen Anschaffung und zeigt sich über die aktuelle Diskussion verwundert. Die NSB zeigt sich für die Müllentsorgung und Hardware verantwortlich, dazu gehören auch die Bodenascher. Wenn schon eine Kostenübernahme und Bereitschaft von der NSB vorliege das neue System zu nutzen, wäre die Diskussion im Rat hinfällig und nicht zielführend. Ein Abbau ohne kurzfristige Neubeschaffung sei seiner Meinung nicht sinnvoll, das führe wieder dazu, dass viele Zigaretten auf der Straße liegen.

 

BS Fock wirft ein, es sei ein Armutszeugnis, wenn man nur auf optische Reduzierung geht, man muss weiterdenken. Mülleimer wären im Zweifel besser als Bodenascher. 

 

RM Klasing regt an darüber nachzudenken, die Bodenascher umzurüsten, durch z.B. eine Überdachung.

BS Fock hält eine Umrüstung für teurer. Frau Voß bestätigt dies: vor zwei Jahren sei über das Thema innerhalb der NSB schon beraten worden.

 

AV Goedecke erwähnt erneut die Vorteile des Gesamtkonzepts und regt an, den Beschlussvorschlag zu teilen. 

BS Heithecker regt an, zunächst das Konzept zu finalisieren und auch die Kosten zu ermitteln.

 

BS Fock spricht sich erneut für einen sofortigen Abbau aus.

RM Klasing widerspricht und regt an, den Antrag zurückzustellen. Wir sollten erst wissen was wir wollen und was machbar und bezahlbar ist. 

BM Kösters stimmt einer Zurückstellung zu: die Gemeinde würde das Thema dann gern begleiten, auch wenn sie selbst nicht federführend sei.

 

BS Fock trägt erneut vor, dass die NSB die Umsetzung und Finanzierung bereits zugesagt hat. 

BM Kösters bittet darum, dem Vorschlag der Ratsmitglieder zu folgen und den Antrag zurückzustellen. Wenn alles schon geklärt ist, brauchen sich der Umweltausschuss und Rat dazu nicht abzustimmen. Es wäre gut, wenn künftige Beschlussvorlagen präziser formuliert werden, aus der Beschlussvorlage gehe dies nicht eindeutig hervor.

 

AV Goedecke beendet die Diskussion: Das Thema sei wichtig; es werde zurückgestellt und mit der NSB weiterverfolgt.